der holprige Weg zum Rockstar

Das war mal ein Projekt, bei dem fast alles schief ging. Dabei hatte es so gut angefangen: Eine liebe Freundin war auf dem Stoffmarkt und hat mir etwas mitgebracht. Gewünscht hatte ich mir dunkelblauen Jersey und passendes Bündchen, um mir einen „Rockstar“ (neues Schnittmuster von leni pepunkt) zu nähen.

Der Stoff war traumhaft! Tausend Dank 🙂 Der Weg zum Rockstar allerdings sehr steinig..

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Da ich mit dem Blog mich und andere vor dem Wiederholen bestimmter Fehler bewahren will, ist der ziemlich lange holprige Weg ans Ende dieses Beitrags gerutscht und jeder der sich dafür nicht interessiert kann hier gerne aussteigen. Man könnte zum Beispiel mal beim Creadienstag schauen, was es sonst zu sehen gibt 😉

—- NUR FÜR ZUKÜNFTIGE ROCKSTARS UND SONTIGE INTERESSIERTE —-

Schon das Öffnen der Schnittmusterdateien war nicht problemlos möglich, da im Namen Zeichen enthalten sind, die mein Rechner nicht mag..Aber ich weiß ja zum Glück, wie ich das umgehen kann..

Die Dateien sind aufgeteilt, was ja eigentlich der Übersichtlichkeit dient. Aber sie sind alle auf die gleiche Art und Weise durchnummeriert, was schnell zu Chaos und Puzzlespaß führt, wenn man hoch motiviert gleich alle benötigten Dateien auf einmal druckt und nicht aufpasst. Unterschiedliche Farben bei der Nummerierung oder einfach ein Durchnummerieren statt immer wieder bei A anzufangen wären eine nette Alternative. Aber man kann ja auch eine Datei nach der anderen drucken, oder aufpassen, dann passiert das nicht 😉

Falls ich mal ein Ebook erstellen werde, oder etwas Probenähen darf, werde ich auf jeden Fall auch auf folgende Dinge achten: Das Kontrollquadrat sollte auf der 1. Seite sein, dass man nicht Seite x drucken muss, um die Einstellungen zu kontrollieren, oder gar alles 2 mal drucken muss. Außerdem sollte das PDF keine leeren Seiten enthalten (warum muss ich eine Seite mit ner Seitenzahl bedrucken, wenn sonst auf der Seite nichts ist!?). Größenangaben in der selben Farbe wie die zugehörigen Striche – vermeidet ebenfalls Fehler und macht das Schnittmuster erstellen auch angenehmer (ist mir bei den Taschen aufgefallen).

So, genug gejammert. Alles nicht so schlimm, los gings mit dem Zuschneiden. Ich habe mich für die Ballonvariante entschieden, um mal einen etwas anderen Rock zu haben. Taschen sollte der Rock auch bekommen, aber aus dem gleichen Stoff, dass es nicht zu auffällig wird und Innen farblich etwas abgesetzt. Beim Zuschneiden des Bündchens gabs dann den nächsten Schreck..Zu wenig! Hatte aus der Tabelle 35 cm im Kopf und habe 50 cm mitgebracht bekommen…Tja…Die Breite des Bündchens ist entscheidend…Also, wer einen Rockstar nähen möchte – aufpassen 😉

Bis zum Annähen des Saumbünchen gab es nur noch kleinere Wiedrigkeiten, wie gewellte Nähte, die ich aber mit dem Dampfbügeleisen vertrieben habe (wusste gar nicht, dass das so super funktioniert). Beim Saumbündchen (unteren Bündchen) hatte ich absolut keine Chance das Bündchen so stark zu dehnen, dass ich den gesamten Stoff unterbringe..Deshalb habe ich schnell das Framilonband rausgekramt und den Rock damit vorgekräuselt. Bei solchen langen Kräuselstrecken ist das Band echt praktisch..Wenn es nur um kurze Bereiche geht, mache ich es lieber ohne..Für Nähanfänger wäre ein solcher Tip im Ebook vielleicht auch ganz nützlich..

Wie fast schon zu erwarten war auch die Anprobe nicht so erfreulich. Auch wenn ich nichts gegen einen locker sitzenden Rock habe und ich auch zwischendrin das Bündchen angehalten habe, ist er mir zu groß. Aufgrund des Eigengewichts des Rockes rutscht er mit der Zeit immer weiter nach unten. Auch die Optik des Ballonrocks hat mir gar nicht gefallen. Also habe ich noch 2 kleine Veränderungen vorgenommen: 2 Stückchen Schrägband links und rechts (innen) sowohl am oberen als auch am Saumbündchen angenäht. So wird der untere Saum immer auf der gleichen Höhe gehalten und der Saum kann nicht mehr unten rausrutschen. Außerdem habe ich den Bund um einiges enger gemacht.

FAZIT: Vielleicht werde ich dem Rockstar noch eine Chance geben, aber ein bisschen enttäuscht war ich schon. Vermutlich gibt es bei der normalen Variante wesentlich weniger Dinge die schief gehen können, aber gerade die vielfältige Kombinationsmöglichkeit des Schnittmusters hatte mich ja fasziniert..

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Ein Gedanke zu „der holprige Weg zum Rockstar

  1. Pingback: …es wird kalt… | Juliespunkt

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